Geschwindigkeitsverstöße und Messgeräte

Geschwindigkeitsverstöße und Messgeräte

Einmal nicht aufgepasst und schon hat man die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten. Nicht selten wird man in diesem Falle vom Blitzer geblitzt oder von einer Radarfalle erfasst, welches sehr schnell teuer werden kann! Als Strafe drohen einem nun ein Bußgeld, Punkte in Flensburg und/oder gar ein Fahrverbot. Zur Entkräftung einer Geschwindigkeitsüberschreitung bzw. eines -Verstoßes ist verkehrsrechtliches und technisches Sachverständnis von Nöten, weshalb oftmals nur mithilfe eines guten Anwalts gegen den Vorwurf eines Geschwindigkeitsverstoßes erfolgreich vorgegangen werden kann. Natürlich helfen wir Ihnen sehr gerne!
 

Wie wir Sie bei einem Vorwurf eines Geschwindigkeitsverstoßes unterstützen?

Prinzipiell empfehlen wir Ihnen, das Messverfahren und die Messungen der Radarfalle bzw. des Blitzers durch einen fachlich qualifizierten Rechtsanwalts auf jegliche Mess- und/oder Bedienfehler prüfen zu lassen. Oftmals führt dies zum glücklichen Erfolg und das Ordnungswidrigkeitenverfahren wird eingestellt oder der Betroffene wird exkulpiert. Grund hierfür wäre der nicht vorschriftsgemäße Ablauf des Messverfahrens.
 
Fehler bei einer Geschwindigkeitsprüfung passieren häufig.
Manche Messergebnisse unterliegen einem Beweisverwertungsverbot und sind daher gar nicht erst verwendbar. Teilweise haben die Messbeamten die Bedienungsanleitung des Messgerätes nicht vorschriftsgemäß korrekt befolgt oder es werden Fehler im Messprotokoll festgestellt. Manchmal kommt es auch vor, dass der ausreichende Abstand zwischen der Messstelle und des Verkehrsschildes nicht eingehalten oder kein entsprechender Toleranzabzug vorgenommen wird, der Messbeamte nicht an einer fachlichen Schulung zum eingesetzten Messgerät teilgenommen hat oder die notwendigen Tests nicht vor dem eventuellen Verstoß am Gerät durchgeführt wurden. Dies sind nur diverse Beispiele.
Auch wenn sich bei der Messung nicht selten Fehler ereignen, ist es in erster Linie wichtig, diese zu erfassen. Hierbei ist ein versierter Rechtsanwalt unabwendbar. Nur ein Anwalt ist rechtlich dazu veranlasst, Akteneinsicht in die Bußgeldakte zu bekommen. Bei einem Antrag auf Akteneinsicht in einem Bußgeldverfahren ist die Bußgeldbehörde dazu verpflichtet, jegliche Unterlagen (Eichscheine, Lichtbildaufnahmen, eventuell das Messprotokoll etc.) dem Verteidiger zur Verfügung zu stellen. Unteranderem kann der Verteidiger auch Einsicht in die Bedienungsanleitung des Messgerätes beantragen. Mit Hilfe der übersendeten Unterlagen lässt sich nun überprüfen, ob tatsächlich ein Geschwindigkeitsverstoß vorliegt.
 
Dem Ihnen zugesendeten Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid können Sie unter dem Punkt „Beweismittel“ entnehmen, mit welchem Messgerät die Geschwindigkeitsmessung durchgeführt wurde. Folgende beispielhafte Messfehler können bei den jeweiligen Messgeräten auftreten:

» Messfehler beim ESO ES 3.0
» Messfehler beim Leivtec XV 3
» Messfehler beim Poliscan Speed
» Messfehler beim Provida 2000
» Messfehler beim Riegl LR90-235P
» Messfehler beim Traffipax Speedophot
» Messfehler beim Traffipax Traffistar S 330
 
Natürlich ist es sehr wichtig, sich möglichst früh einen Anwalt für Verkehrsrecht zu suchen, denn auch hier gilt: „Umso früher, desto besser.“
Sollten Sie noch keinen Rechtsanwalt beauftragt haben, halten Sie sich für die Zwischenzeit mit Ihren Aussagen zurück, denn nun gilt: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“
Ebenfalls haben Sie das Recht, selbst nach Zusendung eines Anhörungsbogens der Polizei oder der Bußgeldbehörde (Landkreis), zu Schweigen und keine Angaben zur angeblichen Tat zu machen. Ihre persönlichen Angaben sind ebenfalls gegenstandslos, da sie der Bußgeldbehörde offenbar bekannt sind. Wäre dies nicht der Fall, hätten Sie von der zuständigen Stelle sehr wahrscheinlich keinen Anhörungsbogen erhalten.
 
Sie sollten auf keinen Fall ohne Anwalt irgendwelche Aussagen zum Geschwindigkeitsverstoß machen. Erfahrungsgemäß macht dies die Sache für den Betroffenen oftmals nur schlimmer. Ebenfalls kann es sein, dass die Behörde nicht klar feststellen kann, wer zur angeblichen Tatzeit der Fahrer des Fahrzeuges war. Wenn Sie sich zur Tat äußern, weist dies meist darauf hin, wer letztendlich der Fahrer war und die Chance auf eine Einstellung des Verfahrens aufgrund der Unbekanntheit des Fahrers fällt weg.

ESO ES 3.0
Leivtec XV3
Vitronic Poliscan Speed
Provida 2000 Modular
Riegl LR90-235/P
Traffipax Speedophot
Traffipax Traffistar S 330