Urteile, Beschlüsse und aktuelle Nachrichten

RA Rudolph

Die häufigsten Irrtümer im Straßenverkehr

Wer auffährt, hat immer Schuld! Meistens ja, aber nicht immer, z.B. wenn der Vordermann grundlos oder wegen eines kleinen Tieres bremst. Dann kann es zu einer Mithaftung kommen.

 

Die Versicherung zahlt nur mit Polizeiprotokoll! Nein, seine Ansprüche kann ein Geschädigter auch ohne Polizeiprotokoll geltend machen. Trotzdem ist in den meisten Fällen die Hinzuziehung der Polizei ratsam zur Beweissicherung.

 

Einen Kaufvertrag kann man binnen 14 Tagen stornieren! Nein, das gilt nur für Haustürgeschäfte und Versandbestellungen oder bei Ratenzahlung. Sonst ist der Vertrag verbindlich.

 

Am Ortsschild darf die Polizei nicht blitzen! Falsch, sie darf, z.B. an gefährlichen Stellen. Aber es gibt in den Ländern unterschiedliche Empfehlungen, einen gewissen Abstand von den Schildern zu halten.

 

Nach einem Parkrempler reicht ein Zettel! Falsch und gefährlich. Man muß mindestens 30 Minuten warten und dann die Polizei informieren und einen Zettel hinterlassen. Sonst droht ein Verfahren wegen Unfallflucht.

 

Mit Promille besser aufs Fahrrad umsteigen! Sehr gefährlich. Ab 1,6 Promille wird i.d.R. eine MPU angeordnet und der Führerschein ist in Gefahr.

 

Unter 0,5 Promille droht keine Strafe! Doch, bei einem Schaden oder Anzeichen von Unsicherheit reichen 0,3 Promille, um den Führerschein zu gefährden.

 

Radfahrer bekommen keine Punkte! Falsch. Ein Rotlichtverstoß bringt einen Punkt und ein Bußgeld zwischen 45 und 180 EURO. Der MP3-Player am Ohr kostet 15 , das Handy sogar 25, fehlende Beleuchtung 10, Fahren in falscher Richtung 15 EURO.

 

Barfuß darf man nicht Auto fahren! Verboten ist fehlende oder falsches Schuhwerk zwar nicht, aber auch nicht zu empfehlen.

 

Lichthupe auf den Vordermann ist verboten! Nein, wenn man nur die Überholabsicht ankündigt.

 

Haben Sie Fragen zum Verkehrsrecht? Ihre Kanzlei Rudolph aus Minden und Bielefeld hilft Ihnen gerne weiter.