Urteile, Beschlüsse und aktuelle Nachrichten

Verkehrsrecht2

2 % Aufschlag für Kleinersatzteile nach Verkehrsunfall

Amtsgericht Erlangen, Urteil vom 15.02.2012, Az. 3 C 1956/11

Das Amtsgericht Erlangen hatte über einen Fall zu entscheiden, bei dem der Geschädigte eines Verkehrsunfalls seinen Schaden fiktiv auf Grundlage eines Sachverständigengutachtens abgerechnet hatte. Darüber hinaus hatte er einen pauschalen Aufschlag in Höhe von 2 % für Kleinersatzteile sowie diverse notwendige Flüssigkeiten bzw. Gase im geringfügigen Umfang vorgenommen. Das Gericht hatte hiergegen keine Bedenken, da eine exakte Verbrauchserfassung in keinem Verhältnis zum Werte stünde.

Ob ein solcher prozentualer Aufschlag auch bei gravierender Schadenshöhe sachgerecht sei, ließ das Gericht offen. Ein Wert von 39,78 EUR wurde zumindest im Rahmen der richterlichen Schätzung als angemessen bewertet.

Mitgeteilt durch die Kanzlei Rudolph, Minden, Bielefeld